Der römische Kaiser Konstantin II. gehört zu den wenigen Herrschern des Imperium Romanum, deren Lebensgeschichte unmittelbar mit Köln verbunden ist. Denn er wurde im Jahr 316 n. Chr. in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium geboren – ein seltener und gut belegter Fall, in dem ein späterer Kaiser nachweislich in Köln zur Welt kam.
Sein Vater war kein Geringerer als Konstantin der Große, einer der bedeutendsten Herrscher der Spätantike. Die Geburt seines Sohnes in Köln zeigt deutlich, dass sich der kaiserliche Hof zu dieser Zeit tatsächlich in der Stadt aufhielt. Köln war damit im frühen 4. Jahrhundert nicht nur ein militärischer und administrativer Standort, sondern zeitweise ein Ort unmittelbarer kaiserlicher Präsenz.
Konstantin II. wuchs im Umfeld der neuen konstantinischen Dynastie auf. Bereits im Jahr 317 n. Chr., also noch im Kindesalter, wurde er zum Caesar erhoben – ein Titel, der ihn offiziell als künftigen Mitregenten auswies. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 337 n. Chr. wurde das Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt: Konstantin II. erhielt die westlichen Provinzen, darunter Gallien, Britannien und Hispanien.
Seine Regierungszeit war jedoch kurz und von Konflikten geprägt. Zwischen ihm und seinem Bruder Constans kam es zu Spannungen über die Aufteilung der Macht. Im Jahr 340 n. Chr. eskalierte der Konflikt: Konstantin II. zog gegen seinen Bruder in den Krieg, wurde jedoch in Norditalien in einen Hinterhalt gelockt und getötet.
Damit endete seine Herrschaft bereits nach wenigen Jahren.
Die Verbindung zu Köln bleibt dennoch bemerkenswert. Mit Konstantin II. wurde ein späterer römischer Kaiser in der Stadt geboren – ein deutliches Zeichen für ihre Bedeutung in der Spätantike. Köln war zu dieser Zeit nicht nur Grenzstadt am Rhein, sondern zeitweise auch ein Ort, an dem sich das Zentrum der Macht unmittelbar manifestierte.
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