Der römische Kaiser Hadrian gehört zu den prägenden Gestalten des 2. Jahrhunderts n. Chr. Sein Bezug zu Köln ist jedoch auf einen einzigen, klar umrissenen Moment beschränkt – einen Moment, der zugleich von großer politischer Bedeutung war.
Im Jahr 98 n. Chr. starb der amtierende Kaiser Nerva. Sein Nachfolger war bereits bestimmt: Trajan, der sich zu diesem Zeitpunkt in Köln aufhielt. Der Senat in Rom entsandte daraufhin Hadrian, damals noch Senator, in die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, um Trajan die entscheidende Nachricht zu überbringen.
Hadrian erreichte Köln und teilte Trajan mit, dass Nerva gestorben sei – und dass er nun Kaiser des Römischen Reiches war.
Mehr ist über Hadrians Aufenthalt in Köln nicht überliefert. Es handelte sich um eine einzelne Mission, ohne weiteren Aufenthalt, ohne politische Maßnahmen vor Ort und ohne direkte Auswirkungen auf die Stadt selbst.
Gerade diese Kürze macht den Moment bemerkenswert: In Köln wurde nicht nur ein Kaiser ausgerufen – hier wurde ihm die Nachricht seiner Herrschaft überbracht, übermittelt durch einen Mann, der selbst später Kaiser werden sollte.
Hadrian bestieg im Jahr 117 n. Chr. nach dem Tod Trajans selbst den Thron und regierte bis 138 n. Chr. Seine Herrschaft war geprägt von der Sicherung der Reichsgrenzen und einer intensiven Reisetätigkeit durch die Provinzen. Er starb am 10. Juli 138 n. Chr.
Seine Verbindung zu Köln bleibt damit punktuell, aber symbolisch: Für einen kurzen Augenblick kreuzten sich hier die Wege zweier Kaiser.

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