Dienstag, 25. März 2025

Gebet in den Gebrechen des Alters


Wie gerne lebe ich mit dir, Herr! Wenn mein Geist nachlässt und nichts mehr versteht,

wenn selbst die Klügsten nicht mehr über den Zaun des Tages hinausblicken,

dann gibst du mir die leuchtende Gewissheit deiner Gegenwart – und sorgst dafür, dass nicht alle Wege zum Guten gesperrt werden.

Amen.

Samstag, 15. März 2025

Römisches Köln - Praetorium


Das Praetorium war der Amtssitz des Prokurators (Statthalter) der Provinz Germania inferior und später der Germania Secunda. Es war nicht nur Wohnsitz des Prokurators, sonder auch Verwaltungsgebäude. 

Hier wurden die Finanzen und die Landdomänen der Provinz verwaltet, aber auch öffentliche und militärische Bauten der Provinz organisiert.


Das Gebäude ist mit der Zeit gewachsen. Der erste Steinbau entstand um das Jahr 0 und war ein mehr als 60 m langes und nur etwa 4,2 m tiefes Gebäude. Später wurde er ausgebaut und um ein 45 m langes Gebäudeteil im Norden ergänzt, so dass das gesamte Praetorium über 100 m lang war. Wahrscheinlich um das Jahr 184/185 wurde das Gebäude planiert, nur die Fundamente blieben übrig, um es gänzlich neu zu bauen. Das neue Praetorium war mehr in die Tiefe gebaut und in mehrere Gebäudeteile untergegliedert. Herausragend dürfte im Süden ein hohes Gebäude, die Aula Regia, mit einem halbkreisförmigen Anbau gewesen sein.


Nach der Rückeroberung Kölns von den Franken, um 356, begann der Bau eines fast völlig neuen Praetoriums, das nun noch einmal größer und eindrucksvoller wurde. Herausragend waren die vom Vorgängerbau übernommene Aula Regia und das neue Oktogon, einem achteckigen Gebäudeteil mit einem kreisförmigen Innenraum mit einem Durchmesser von 11,30 m. Flankiert wird 


dieser von zwei rechteckigen Hallen und anschließenden Sälen mit Apsis. Zum Rhein hin verlief eine Galerie (Porticus) vor Raumfluchten, nach Westen erstreckten sich weitläufige Höfe

Seit 455 war die römische Zeit zuende und seiner Endphase, ab etwa 460, war das Praetorium der Sitz der Fränkischen Könige.



Montag, 10. März 2025

Der Kinderprophet Nikolaus aus Köln.



Nikolaus aus Köln und Stephan aus Frankreich waren die Propheten des Kinderkreuzzugs. In der Geschichtsschreibung ist die Rede von "Pueri". Dies meint nicht nur Kinder, sondern auch Arme oder Knechte und Mägde. Doch wer war Nikolaus?

Nikolaus war ein Jugendlicher aus Köln. Ihm ist eines Tages ein Engel erschienen, der ihn aufforderte das Heilige Grab von den Sarazenen zu befreien. Gott werde für die Reise das Meer teilen und sie werden trockenen Fußes ins Heilige Land gelangen. Ganz so, wie es bereits im Buch Exodus steht.

Mit einem Taukreuz um den Hals, predigte Nikolaus auf den Straßen von Köln. Was den "Großen" mit ihrer Gewalt nicht gelungen sei, werde nun den "Kleinen" auf dem Weg des Friedens gelingen. (Vgl. Fridays for Future)

Zwischen dem Ostersonntag (25. März) und dem Weißen Sonntag 1212 verließ er mit einer großen Schar von Anhängern die Stadt. Alle Versuche einer Unterbindung desselben waren gescheitert, so daß man nun über Trier und Speyer gen Süden zog. Immer dem Rhein entlang.

An den Alpen gingen die Gruppen über verschiedene Pässe, wobei Nikolaus über den Mont Cenis Pass ging. Der kürzeste, aber auch schwierigste und gefährlichste Weg über die Alpen. Nach einem kurzen Zwischenstop in Piacenza, geht es dann im August weiter nach Genua, wo er am 25. August 1212 mit 3000 Pueri eintrifft.

Da hier nichts geschieht, teilt sich der Zug. Einige kehren in die Heimat zurück, andere gehen mit Nikolaus nach Rom. Hier soll Nikolaus Papst Innozenz III. getroffen haben, wovon römische Quellen aber nichts vermerken und sich jede Spur des Propheten verliert. 

Donnerstag, 13. Februar 2025

Der reichste Mann der Welt.

 


Jakob Fugger, geboren am 6. März 1459 in Augsburg, war wohl einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Welt. Er brachte die Habsburger in seine Abhängigkeit und konnte damit wirtschaftlich in Österreich, Tschechien und Ungarn im Bergbau expandierenden, wie auch politischen Einfluss ausüben. Im Gegenzug hatte er aber auch keine Wahl des Wechsels mehr, da ihn ein habsburgischer Schuldausfall ruiniert hätte. Durch den habsburgischen Kaiser zum Grafen erhoben, verstarb er am 30. Dezember 1525 in Augsburg und hinterließ, nach heutigem Wert, 300 Milliarden Dollar. Hiermit gilt er bis heute als die reichste Privatperson der Weltgeschichte.

Dienstag, 4. Februar 2025

Römisches Köln - Heiligtum der Isis


Köln war bis ins 4. Jahrhundert einer der wichtigsten Orte des Isis-Kultes nördlich der Alpen. Hier als Isis Myrionymo (Die Isis mit den zehntausend Namen) verehrt, stand der Tempel etwa an der Stelle der heutigen Ursulakirche, also außerhalb der Stadtmauern.

Leider wissen wir nicht wie der Tempel aussah, was wir jedoch wissen ist, das einige Reste der Grundmauern in der Kirche St. Gereon verbaut wurden. Erhalten sind jedoch noch einige Weihesteine.

Der Isis-Kult gehörte zu den Mysterienkulten. Er war also nur für die "Eingeweihten" zugänglich. Dieses wurde man nach einer Probezeit, an deren Ende ein Initiationsritus stand. Gebete, Abläufe des Kultes... blieben unter den Kultmitgliedern, von denen ein öffentliches Bekenntnis erwartet wurde. Die Statue ist eine typisch römische Darstellung, der Weihestein im Prätorium zu besichtigen. 

Römisches Köln 

Sonntag, 5. Januar 2025

Römisches Köln - Ara Ubiorum


Der Altar der Ubier (ara Ubiorum), wohl 8 v. Chr. errichtet, war das "Stammesheiligtum" der Ubier, des hiesigen Volksstammes, zugleich aber der Göttin Roma und dem Kaiser geweiht.


Priester waren zunächst hohe germanische Persönlichkeiten. Segimundus, der Sohn des Cheruskerfürsten Segestes war, wie Tacitus für das Jahr 9 schreibt, hier als Priester tätig. Aus diesem Text erfahren wir auch, daß die Priester eine Kopfbinde trugen.


Der Altar lag zwischen Forum und dem Rheinufer, etwa zwischen Gürzenich und Alt St. Alban, und war auch über die Stadtmauer gut sichtbar. Hier fand das jährliche Concilium provinciae statt, wie auch die Treueschwüre der Germanen gegenüber dem Kaiser.

Gebet in den Gebrechen des Alters

Wie gerne lebe ich mit dir, Herr! Wenn mein Geist nachlässt und nichts mehr versteht, wenn selbst die Klügsten nicht mehr über den Zaun des ...